Funktion der Oberfläche

Function meets Design. Zusatznutzen durch funktiona­lisierte Oberflächen.

Die Oberfläche bestimmt die Erscheinung Ihrer Produkte: Die Farbe unterstreicht Form und Gestalt der Gehäuseteile. Das Erfühlen eines Gehäuses und dessen Klang lassen Produktqualität erahnen. Lackierte Oberflächen – als dominierendes Gestaltungs­mittel – helfen Ihrem Produkt, sich zu identifizieren und zu unterscheiden. Sie schaffen Aufmerksamkeit und bleibende Eindrücke. Oberfläche ist aber mehr als Anmutung, Farbbrillanz und Perfektion. Sie stellt eine Schutzhaut zur Umwelt dar und erweitert die Funktions­vielfalt der veredelten technischen Kunststoffteile.

Elektrische Abschirmung

Abschirmschichten für elektro­magnetische Verträg­lich­keit EMV, für eine wirksame Abschirmung gegen elektro­magnetische Interferenzen (EMI) von externen Störquellen und für die Ableitung statischer Elektrizität zum Schutz vor einer unkontrollierten Entladung (ESE, ESD).

Schutzlacke

Moderne Lacksysteme schützen Gehäuse und Verkleidungen dauerhaft

  • vor chemischer Korrosion durch Reinigungs­mittel, Desinfektionsmittel und anderem Aggressivem
  • vor Graffiti und Anhaftungen
  • vor UV-Strahlen und Witterungs­einflüssen

Lacke verbessern die Leistungs­fähigkeit und Langlebigkeit von Kunststoffteilen.

 

Ultraschallvernebler aus Polysulfon

Vorschaubild: Medizingerät mit Verneblerkammer aus Polyulfon

Ultraschallvernebler aus bruchfestem Polysulfon. Klare Anwendung für sterilisierbare Verneblerkammern aus Kunststoff.

Das selbsttragende Gehäuse ist im thermoplastischen Schaumguss (TSG) hergestellt. Seine Oberfläche ist reinigungs­freundlich veredelt. Das Innenleben ist funktionsintensiv: Lüftungs­kanal, Filteraufnahme, Kabelspeicher, Gerätestecker, Befestigungsdome, Trennwände und weitere Details sind eng verschachtelt angeordnet.

Elektromagnetische Störungen werden durch eine innen liegende Nickelbeschichtung ausgeschaltet (EMV). Die äußere Strukturlackierung finisht.

Sterilisierbares Polysulfon. Die mehrteilige Vernebelungs­kammer aus transparentem Polysulfon (PSU) mit Rauchglaseinfärbung ist im Präzisions­spritzguss gefertigt. Hohe Anforderungen an die Passgenauigkeit und an die Dichtigkeit der Verneblersystems werden garantiert. Das Polysulfon mit seiner amorphen Struktur ist formstabil und chemikalienfest. In der Medizin werden vielfältige Sterilisationverfahren angewendet. Diese belasten die Bauteile chemisch bei hohen Temperaturen. Die Bauteile aus Polysulfon werden in einer dem Spritzgussprozess nachgeschalteten Vergütung für diese Anwendung vorbereitet.

TSG-Gehäusesatz

Gehäusesatz gefertigt im Thermoplastischen Schaumguss, TSG

Multifunktionales Analysengerät. Gehäusebaugruppe mit vielen Montagevarianten.

Das Gehäuse ist flexibel, es bietet vielfältige Schnittstellen zum Anbringen und Einbauen von Zusatzmodulen. Feine Fugen deuten auf die hinter Klappen und Deckel liegenden Flansche, Stecker und Einschubfächer. Yellow Design hat das Analysengerät gestaltet. Der Entwurf hat den IF Design Award und den Deutschen Designpreis gewonnen.

IF product design award 1999
dpbb design preis brandenburg 1999

Sein modulares Konzept passt das Analysengerät an die wechselnden Aufgaben des Anwenders an: Es verarbeitet Einzelproben oder arbeitet voll­automatisiert mit Probenteller. Es steht statisch auf dem Labortisch oder mobil auf einem Trolly in der industriellen Fertigung. Es analysiert flüssige Proben und Tabletten sowohl im medizinischen Labor, in der Pharmazie als auch in der Lebens­mittelindustrie.

Das Gehäuse besteht aus bis zu 6 unterschiedlichen Elementen. Alle Gehäusbauteile fertigen wir aus einem einheitlichen Werkstoff im Thermoplastischen Schaumguss (TSG). Das gewählte Styrol/Butadien (SB) ist ein schlagzäher, zugleich formfreudiger Gehäusewerkstoff. Die in unserem Lackierwerk aufgebrachte Strukturlackierung unterstreicht Wertigkeit und Anspruch des Investitionsguts, ist funktional begründet: Der dreischichtige Lackaufbau erhöht Härte und Chemikalienresistenz der Oberflächen. Unser Werkzeugbau hat den Formensatz in kürzester Zeit hergestellt.

PP/EPDM und SB-TSG

Instrumentenhalter aus PP/EPDM (TPE-V, Santoprene) und Styrol-Butadien TSG

Lautlos weich, belastbar hart. Komfortable Instrumentenablage für die Medizintechnik aus funktionalen Kunststoffen.

Benutzer therapeutischer und diagnostischer Geräte konzentrieren sind auf ihre medizinische Aufgabe. Untergeordnete Handgriffe sollen nicht ablenken. Unproblematisches Nehmen und Ablegen von Instrumenten hält die Konzentration auf das Wesentliche.

Instrumentenköcher sind Stößen und Aufprallenergien ausgesetzt, manchmal auch etwas ruppigeren. Köcher sind deshalb entsprechend robust ausgelegt und aus hochwertigen Kunststoffen gefertigt.

Montage vs. 2K-Spritzguss. Einbausituationen, Fertigungslosgröße, Designvorgaben, Chemikalienbelastung, Kräfte. Eine Vielzahl an Anforderungen entscheiden über unsere Fertigungs­strategie für Bauteile in Medizingeräten. Die Baugruppe besteht aus 3 Werkstoffen. Metallteil und Grundkörper aus SB-TSG fertigen wir mit der Inserttechnik. Aufgrund der geringen Stückzahl wenden wir für die Weichkomponente unser 2K-Verfahren nicht an. Hier hat sich die getrennte Fertigung mit anschließender Montage als kostengünstiger erwiesen.

Steifer Rahmen. Dickwandig, starr und steif ist das Tragteil. Es ist im Thermoplastischen Schaumguss aus Styrol/Butadien TSG (SB-TSG) gefertigt. Der eingespritzte Metallstift positioniert den Halter spielfrei. Mit lediglich einer Schraube wird die Baugruppe am Chassis des Gerätes endlagegesichert befestigt.

Weiche Dämpfung. Das Dämpfungselement fertigen wir aus einem thermoplastischen Vulkanisat (PP/EPDM, TPE-V) im Spritzguss. Die Werkstoffeigenschaften des elastischen Polymers erlauben dem Gerätebenutzer ein beschädigungs­freies und geräuschloses Ablegen der Instrumente. Die ausgeprägte Haftreibung erzeugt zudem eine Lagesicherung.

Kunststoffe in der Medizintechnik

Hochleistungs­kunststoffe. Spezielle Anforderungen der Medizintechnik.

Die Medizintechnik stellt an unsere Kunststoffteile spezielle Anforderungen. Die von uns verarbeiteten Schwefelpolymere und Polyimide erfüllen diese optimal. Sie sind nahezu jeder Aufgabe in diesem anspruchsvollen Bereich gewachsen.

Angepasste Verfahrenstechnik, die Verarbeitung neuer, zum Teil kostenintensiver Hochleistungs­kunststoffe und die stetig wachsende Erfahrung im Werkzeugbau ermöglichen uns ständig innovative Kunststoffbauteile mit steigender Komplexität zu verwirklichen.

Unsere Kunststoffe in der medizinischen Anwendung und für diagnostische Systeme erobern sich stetig neue Felder und tragen heute entscheidend zum medizinischen Fortschritt bei.

Physiologische Unbedenklichkeit

Beim Kontakt mit medizinalen Wirkstoffen darf es nicht zu deren Verunreinigung kommen. Kunststoffteile in der Medizintechnik müssen je nach Einsatzbedingungen die Vorschriften nach FDA, USP Class VI oder BfR erfüllen.

Selbst die strenge amerikanische ASTM F 702-81 bezüglich der extrahierbaren biologischen Rückstände erfüllen wir heute mit modernen, speziellen Werkstoffeinstellungen (Biokompatibilität).

Wiederholte Sterilisierbarkeit

Die wiederholte Sterilisierbarkeit sichert die Zuverlässigkeit unserer Kunststoffteile bei dauerhaftem Einsatz in der Medizintechnik. Im Gegensatz zu Einmalprodukten, die nach Gebrauch entsorgt werden, sind unsere Produkte aus Polysulfonen und Polyimiden langlebige Investitionsgüter.

Dabei steigt die Anforderung an die Sterilität der Kunststoffteile und dieser Trend wird sich in Zukunft verstärken. Hier bieten wir Werkstoffe mit hohen Reserven für die unterschiedlichen Sterilisationsverfahren. Unsere Kunststoffteile aus Polysulfon und Polyimid sind durch ihre ausgezeichnete Hydrolysebeständigkeit auch bei hohen Temperaturen autoklavierbar, lassen sich sogar mit g- und b-Strahlen sowie Ethylenoxyd (EtO) sterilisieren.

Hochleistungs­kunststoffe in der Medizintechnik
Zuverlässig: Richtig ausgewählt und angewendet sind Kunststoffe sterilisierbar, physiologisch unbedenklich und resistent gegen Hitze und Chemie. Aber sie sind auch auch transparent. Damit kann der Arzt die Prozesse beobachten.

Großes Potential zur Kostensenkung

Moderne Hochtemperaturkunststoffe ersetzen durch ihre Leistungs­fähigkeit immer mehr Glasanwendungen, denn sie sind bruch- und splitterfest.

Dem Entwickler von medizintechnischen Geräten ermöglichen sie universelle Funktion, erlauben einen hohen Integrationsgrad und sind zudem kostengünstiger in der Herstellung.

Stressabbau durch Design

Dem Designer geben neue Werkstoffe zusätzliche Freiheiten in der Gestaltung. Denn Arzte, Gerätehersteller und Designer haben das gleiche Ziel: Die Apparatemedizin für den Patienten ansprechender zu gestalten und weniger bedrohlich erscheinen zu lassen. Gutes Industriedesign erreicht dieses Ziel durch Einsatz innovativer Werkstoffe und Herstellverfahren.

Ein wichtiger Baustein in den Bemühungen, den Behandlungserfolg durch Stressabbau in der Therapie zu erhöhen.

Kunststoffgehäuse für Laborzentrifugen

Laborzentrifugen für Blutproben. Aggressive Reinigungs­mittel greifen an.

Das Steuerungspaket der Laborzentrifuge sitzt stehend in einem pultförmigen Gehäuse. Die Gehäuseteile werden im Thermoplastichen Schaumguss (TSG) hergestellt und anschließend dreischichtig lackiert. Zusätzlich ist der Grundwerkstoff im Farbton des Lacks kompakt durchgefärbt.

Intensive Reinigung mit aggressiven Mitteln werden von Gehäusewerkstoff und vom Lack toleriert.

Gehäusefront für die Medizintechnik aus SB-TSG

Bedienfront in der Medizintechnik

Modular aufgebaute Gehäusefront für die Medizin. Passgenauigkeit und Gestaltungs­freiheit im Thermoplastischen Schaumguss (TSG).

Die Forderungen des Industriedesigns haben wir mit Hilfe des formfreudigen Thermoplast-Schaumspritzgießen (TSG) kompromisslos umgesetzt. Das Kunststoffgehäuse mit integriertem Displaygehäuse besteht aus mehreren Kunststoffteilen: Displayrahmen, Gehäusefront, Gehäusegriff und diversen Abdeckungen.